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Inhalte und Umsetzungsmodell der Basler Reporting Anforderungen

 


1. Einleitung

Nachdem es lange Zeit ein Schattendasein fristete, rückte die Finanzkrise das Liquiditätsrisiko wieder in das Bewusstsein der Marktteilnehmer. Fälle wie jener der Hypo Real Estate machten deutlich, dass Liquidität nach wie vor einen kritischen Faktor für Erfolg und Existenz eines Kreditinstituts darstellt. 2008 reagierte die Bankenaufsicht (Basel Committee on Banking Supervision - BCBS) mit der Veröffentlichung der „Principles for Sound Liquidity Risk Management and Supervision“ (nachfolgend „Sound Principles“), welche in qualitativer Form die Grundsätze eines angemessenen Liquiditätsmanagements darlegten. „Principle 8“ des Dokuments war bereits damals dem Management von Innertagesliquidität („Intraday Liquidity“) gewidmet.

 

Mit der Konzeption von LCR und NSFR entstanden in den darauffolgenden Jahren Kennzahlen, um die kurzfristige wie auch die strukturelle Resilienz eines Kreditinstituts in Bezug auf Liquiditätsrisiken nun auch quantitativ zu erfassen. Durch die verbindliche Vorgabe einzuhaltender Schwellenwerte beabsichtigt die Aufsicht die Begrenzung dieser Risiken. Die Kennzahlen zu LCR sind ab 01.01.2015 zu melden und zu NSFR ab 01.01.2018.

 

Mit einem Betrachtungshorizont von 30 Tagen (LCR) bzw. ab einem Jahr (NSFR) blenden diese beiden Kennzahlen allerdings die Innertagesliquidität vollständig aus. Daher veröffentlichte das BCBS im April 2013 die „Monitoring Tools for Intraday Liquidity Management“ (nachfolgend „Monitoring Tools“) und rundete damit das aufsichtsrechtliche Toolset in Bezug auf das Liquiditätsrisiko mit einem quantitativen Instrument zur Innertagesliquidität ab. Die darin definierten Kennzahlen sind ab dem 01.01.2015, parallel zur zwingenden Einhaltung der LCR, von jeder Bank monatlich zu melden, der Reporting Umfang für nur national agierende Banken ist ggf. eingegrenzt.

 

Auch wenn, anders als bei LCR und NSFR, zunächst die Intraday Liquidität gemeldet werden muss, ohne bestimmte Schwellenwerte einzuhalten, dürfte diese Meldepflicht die meisten Banken dennoch vor eine Reihe von Herausforderungen stellen. Diese sind vor allem technischer Natur, hinsichtlich einiger fachlicher Aspekte besteht jedoch darüber hinaus Diskussions- und Definitionsbedarf, der mit der zuständigen Aufsichtsbehörde geklärt werden muss.

 

Im Folgenden werden zunächst die zu meldenden Kennzahlen und deren Zweck vorgestellt, danach werden einige Herausforderungen innerhalb dieser Reporting Anforderungen aufgezeigt und eine fachliche Zusammenfassung erstellt, bevor einige Aufgabenstellungen bei der Umsetzung diskutiert werden.

 

 

2. Reporting Anforderungen

 

Sieben „Monitoring Tools“ hat das BCBS in seinem Papier aus April 2013 insgesamt definiert, die auf monatlicher Basis der Aufsicht zu übermitteln sind – ein entsprechendes „Reporting Template“ ist bereits Teil jenes Dokuments.

Allerdings sind nicht alle Liquiditätskennzahlen gleichermaßen von jedem Institut zu melden, vielmehr existiert eine Staffelung, die sich an der Funktion des Instituts orientiert. Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick der künftig zu meldenden Kennzahlen je nach Institutsfunktion, nachdem zuvor noch zentrale Begriffe, welche das BCBS in den „Monitoring Tools“ einführt, vorgestellt werden:

 

Innertagesliquidität wird definiert als „Zahlungsmittel, auf die während eines Handelstages zugegriffen werden kann, um Banken Zahlungen in Echtzeit zu ermöglichen.“

 

Unter kumulierter Nettoposition („net cumulative position“) verstehen die Aufseher die Summe aller Liquiditätszu- und –abflüsse des betrachteten Zeitraums. Die tägliche kumulierte Nettoposition bezeichnet somit die Summe aller Ein- und Auszahlungen seit Beginn des jeweiligen Handelstages. Übersteigen die Abflüsse die Zuflüsse, so entsteht eine negative kumulierte Nettoposition. Überwiegen umgekehrt die Zuflüsse, resultiert daraus eine positive kumulierte Nettoposition.

 

Für die Ermittlung der kumulierten Bruttoposition hingegen findet keine Aufrechnung von Ein- und Auszahlungen statt, stattdessen wird eine Summe der Einzahlungen gebildet und eine zweite beinhaltet die Auszahlungen.

 

Zeitkritische Zahlungen sind solche, die durch Vertrag bis zu einem bestimmten Zeitpunkt innerhalb des Handelstages geleistet werden müssen oder die bis zu einem bestimmten Zeitpunkt erwartet werden.

BCBS
LM
Tool
BCBS
Anforderung
BCBS
Reporting Banks
Inhalte, DatenZweck
A(i)Daily maximum liquidity requirement Alle Banken

Kumulierte Nettopositionen

Drei größte Tageswerte

Durchschnitt, pro Tag, pro Währung…

Identifizieren der täglich größten negativen Nettoliquiditätsposition

A(ii)Available intraday liquidityAlle BankenInnertagesliquidität zu Handelsbeginn, drei kleinste Tagessummen, Durchschnitt, gesamt, nach Quellen

Gegenüberstellung der verfügbaren Liquidität am Tagesbeginn und dem

niedrigsten Intraday Wert 
A(iii)Total PaymentsAlle BankenBruttoposition gesamte Zahlungen, drei größte Tageswerte, Durchschnitt, erhalten, gesendetIdentifizieren des gesamten Geldvolumens, das eine Bank täglich im Payment/Settlement Prozess bewegt
A(iv)TimeSpecific and other crititcal obligationsAlle BankenZeitgebundene und andere kritische Zahlungen, drei größte Tageswerte, Durchschnitt, Volumen, ZeitstaffelungHerausstellen von Zahlungs-verpflichtungen, die zu einer bestimmten Uhrzeit des jeweiligen Tages erfüllt sein müssen, sowie der unerfüllten zeitgebundenen Zahlungen, Identifikation der kritischen Zeiten
B(i)

Value of customer

payments made

on behalf of

financial institution customers
Korrespondenzbanken (und andere, die ebenfalls intraday Kreditlinien ausnutzen)Zahlungen von/an Kunden im Rahmen der Korrespondenz-bankfunktion, fünf größte Tageswerte, DurchschnittIdentifizieren der Brutto Zahlungen die als Korrespondenz-bank an Kunden geleistet werden, als Datenbasis für ein Konzentrationsmaß
B(ii)

Intraday credit

lines extended to

financial institution

customers

Korrespondenzbanken (und andere, die ebenfalls intraday Kreditlinien ausnutzen)

Gewährte Innertages-Kreditlinien im Rahmen der Korrespondenz-bankfunktion, drei größte Werte inkl. Status (secured/unsecured)

Summe, Spitzenauslastung
Identifizieren der gewährten und ausgeschöpften Linien, die als Korrespondenzbank an Kunden geleistet werden, zur Ermittlung des Konzentrationsgrades
C(i)

Timing of intraday

payments
Alle Teilnehmer an Direct Settlement Systemen (Zentralbanken)Durchsatz, durchschnittlicher kumulierter Anteil der getätigten Zahlungen je Stunde an den gesamten Zahlungen je HandelstagErfassen der Zeitpunkte, an denen Direct Settlement Zahlungen getätigt werden,  Aufbau einer perioden-bezogenen Statistik
Stress(i)Own financial stressAlle Banken Bonitätsrisiko oder operational induzierter Stress mit Liquiditätsabflüssen und Rückzug von Kreditlinien kann zu Fundingengpässen führen, da nurmehr eigene Liquidität benutzt werden kann, bzw. eine intraday collateralization erforderlich wirdEs sollen die Eintrittswahrscheinlichkeiten sowie die individuellen Auswirkungen auf die Tagesanfangsliquidität, die gesamten Zahlungen (Brutto) sowie die zeitkritischen Zahlungen ermittelt werden
Stress(ii)Counterparty stressAlle Banken Drohender Zahlungsausfall oder Verzögerung bei relevant großen Kontrahenten verringert die eingehende TagesliquiditätEs sollen die Eintrittswahrscheinlichkeiten sowie die individuellen Auswirkungen auf die Tagesanfangsliquidität, die gesamten Zahlungen (Brutto) sowie die zeitkritischen Zahlungen ermittelt werden
Stress(iii)A customer bank’s stressKorrespondenzbanken (und andere, die ebenfalls intraday Kreditlinien ausnutzen)Liquiditätsproblematik auf Seiten von Korrespondenzbanken, falls deren Kunden (Banken) Zahlungsverzögerungen verursachen Korrespondenzbanken sollen die Eintrittswahrscheinlichkeiten sowie die ind. Auswirkungen auch auf Kundenzahlungen und Kreditlinien ermitteln
Stress(iv)Market-wide credit or liquidity stressAlle BankenMarktwerte von Assets können bonitätsbedingt oder aufgrund von Marktpreisrisiken fallen, dadurch kann sich das intraday Liquiditätspotential verringern. Fx Spot und Swap Risiken müssen zudem bei mehrwährungsgestütztem Liquiditätsmanagement beachtet werden.Alle Banken sollen die jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeiten sowie die individuellen Auswirkungen der Szenarien auf die Tagesanfangsliquidität ermitteln

 

Mit A() gekennzeichnete Sachverhalte sind dabei von allen Banken zu melden, B() zusätzlich von Korrespondenzbanken bzw. C() von Instituten mit direktem Zentralbankzugang („direct participants“). Für A(i) bis B(i) ist jeweils auf Tagesbasis ein Wert zu bestimmen, die drei größten bzw. kleinsten Tageswerte des Reportingmonats sowie der Durchschnitt über den gesamten Reportingmonat sind dann der Aufsicht zu melden.

 

Neben der monatlichen Meldung der oben genannten Kennzahlen definiert das BCBS-Papier eine Reihe von Stress-Szenarien, welche von den teilnehmenden Banken anzuwenden und deren Ergebnisse ebenfalls zu melden sind. Die Vorgabe der Szenarien erfolgt dabei zunächst in rein qualitativer Form und umfasst im Wesentlichen eigenen Stress, Stress eines bedeutenden Kontrahenten und marktweiten Stress. Ob auch die Stress-Szenarien monatlich zu berichten sind, ist nicht klar formuliert, ist jedoch anzunehmen.

 

 

3. Herausforderungen

Da die Regulatoren sich in Bezug auf Innertagesliquidität entschlossen haben, zunächst ein „Monitoring“ zu implementieren, erwächst keine zusätzliche Herausforderung für das eigentliche Management der Liquiditätsposition, wie dies bei LCR und NSFR der Fall ist.

 

 

Es verbleibt somit die Erstellung der Reports sowie die Sammlung der dafür benötigten Daten. Ein Blick auf die zu meldenden Kennzahlen macht schnell deutlich, dass deren Berechnung per se keine allzu große Herausforderung darstellen dürfte: Hier sind z.B. Addition, Durchschnittsbildung und Identifikation kleinster und größter Werte gefordert. Anders kann es unter Umständen um die zeitnahe Beschaffung der erforderlichen Daten bestellt sein. Dass, im Gegensatz zu der in den „Sound Principles“ geforderten Prognose der Innertagesliquidität, lediglich ex-post Kennzahlen zu ermitteln sind, dürfte zwar durchaus eine Erleichterung darstellen, nichtsdestotrotz werden allerdings mindestens folgende Informationen benötigt, um die vorgestellten Kennzahlen ermitteln zu können:

 

1.     Alle ein- und ausgehenden Zahlungen (Einzeltransaktionsbasis)

2.     Exakter Timestamp auf jeder Zahlung

3.     Kennzeichnung zeitkritischer Zahlungen

4.     Innertagesliquidität zu Handelsbeginn je Quelle (asset encumbrance)

5.     Kennzeichnung von Zahlungen im Rahmen einer Korrespondenzbankfunktion

 

Sowohl Punkt 1 als auch Punkt 2 sind Elemente etablierter Standardprozesse: Die RTGS (für EURO: TARGET2) Auszüge enthalten alle Umsätze mit Zentralbankguthaben inklusive Buchungstag und –zeit. Sie können täglich in Dateiform von der Bundesbank abgerufen und anschließend entsprechend den Reportinganforderungen weiterverarbeitet werden. Damit sollte für deutsche Institute der Großteil der relevanten EUR Zahlungen gut auswertbar sein. Besteht darüber hinaus ein Anschluss an Korrespondenzbanken, Nebensysteme („ancillary systems“) und/oder ausländische Zentralbanken, über die die Innertagesliquidität disponiert wird, so wird individuell zu prüfen sein, ob die benötigten Informationen dort ebenso bequem verfügbar und abrufbar sind. Technisch kann hierbei z.B. Mapping- und Homogenisierungsaufwand entstehen.

 

Es liegt nahe, dass Punkt 3, die Kennzeichnung zeitkritischer Zahlungen, ebenfalls bereits im Status quo umgesetzt ist. Schließlich würden die entsprechenden Fristen andernfalls laufend überschritten, was offensichtlich nicht der Fall ist. Da diese Information jedoch analog den die Zahlungen auslösenden Geschäftsarten möglicherweise auf verschiedene Systeme verteilt ist, kann eine Herausforderung daraus erwachsen, diese vollständig zusammenzutragen und mit den Posten der RTGS Auszüge über eine geeignete Referenzierung zu verknüpfen. Dies impliziert die Erstellung entsprechender Reconciliations (z.B. Abgleich Payment Instructions mit Zahlungszeitpunkten aus Backoffice vs. RTGS Auszügen).

 

Punkt 4, die verfügbare Innertagesliquidität zu Handelsbeginn, könnte hinsichtlich zwei der vom BCBS genannten Quellen einen Mehraufwand bereiten: So bedarf es einer Übersicht sowohl der durch andere Banken eingeräumten Kreditlinien („credit lines from correspondent banks“ bzw. „credit lines available“) als auch der freien, liquiden Aktiva („unencumbered liquid assets“). Vor allem letztere dürften aktuell in vielen Instituten nicht ad hoc und auf täglicher Basis zur Verfügung stehen. Dies ist fallweise der prozessualen wie auch der systemseitigen Abbildung geschuldet, die es unter Umständen nicht immer ermöglicht, auf einen Blick den Status eines Assets hinsichtlich seiner Verwendung als Sicherheit festzustellen. Herausforderungen kann es somit bei Identifikation und Einordnung von Assets sowie Cash- und Wertpapier-Collateral geben. Auch die Bewertung, inwieweit und mit welchem Wert (z.B. mit/ohne Haircut) diese im Rahmen des Intraday Liquidity Monitorings angesetzt werden, ist noch nicht final entschieden (siehe u.a. EBA Guidelines on Disclosure of Encumbered and Unencumbered Assets). Beispielsweise könnte die Anrechnung von pledged/received Collateral in die Innertagesliquidität von der Collateral Qualität als HQLA, dessen Eligibility, Währung, Re-Use Fähigkeit, dessen CSD bzw. dessen T2S Fähigkeit (ebenfalls ab 2015) etc. abhängig gemacht werden.

 

Für Korrespondenzbanken ist es über die genannten Punkte hinaus notwendig, alle Umsätze zu identifizieren, die sie im Rahmen einer Korrespondenzbankleistung für ihre Kunden erbringen (Punkt 5), z.B. Loro/Nostro Unterscheidung. Dies kann sich, je nach Systemarchitektur des jeweiligen Instituts, recht komplex gestalten, so dass der damit einhergehende Aufwand an dieser Stelle im Vorfeld nicht seriös abgeschätzt werden kann.

 

 

Bisher wurde ausschließlich auf die Analyse derjenigen Herausforderungen abgestellt, welche sich aus dem anstehenden Kennzahlen-Reporting ergeben. Die in Abschnitt IV des Basler Papiers ebenfalls angesprochenen 4 Stress-Szenarien wurden dabei aus folgenden Überlegungen heraus bewusst vernachlässigt: Zum einen handelt es sich um ausschließlich qualitativ formulierte Anforderungen, die jedes Institut individuell auslegen und reporten muss. Zum anderen wird sich die Anwendung der einzelnen Szenarien konkret wohl in der Variation bestimmter Daten, wie sie bislang in diesem Abschnitt bereits dargestellt wurden, niederschlagen. Dies kann jedoch auch durch weiter nachfolgende Ausarbeitungen seitens BCBS zu neuen Anforderungen führen. Generell ist unsere Einschätzung: Hat ein Institut die Datengrundlage für das geforderte Reporting erst einmal geschaffen, dürfte es folglich eine beherrschbare Herausforderung darstellen, auf dieser Basis die geforderten Stress-Szenarien zu simulieren.

 

 

4. Fachliche Zusammenfassung

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Herausforderungen, die mit der Ausdehnung der Regulierung zum Liquiditätsrisiko auf den Bereich der Innertagesliquidität einhergehen, keine dezidierten Rechenmodelle oder strukturelle Änderungen von Prozessen oder Organisationsformen auf Seiten der Marktteilnehmer erfordern. Die direkten Anforderungen konzentrieren sich primär auf die Sammlung, Konsolidierung, ggf. Anreicherung und das Reporting größtenteils vorhandener Daten.

 

Die Themen Asset Encumbrance, Liquidität in Form von Collateral, Kreditlinien sowie zeitkritische Zahlungen sind jedoch Themen, bei denen weiter differenzierte Anforderungen seitens BCBS zu erwarten sind.

Generell ist unsere Sicht, dass die Institute zunächst die Datengrundlagen und die zeitnahe, vollständige Anlieferung dieser Daten für das geforderte Reporting sicherstellen müssen, danach sind auf dieser Basis die Analysen und die Reporting-Prozesse für die geforderten Liquiditätskennzahlen aufzubauen.

 

Die Umsetzung der geforderten Stress-Szenarien kann dabei z.B. durch die Anwendung von Abschlägen auf die größten Zahlungseingänge bzw. Liquiditätsquellen realisiert werden.

 

Interessant dürfte der Ausblick sein, wenn nicht nur ex-post, sondern auch ex-ante reportet werden soll und eine Verzahnung mit Treasury oder Risk Funktionen ansteht. Hier könnten auch Techniken aus dem Liquiditätsforecasting und dem Liquiditätsrisikomanagement (siehe z.B. Robert Fiedlers Arbeiten) unter Nutzung von Tools wie Liquidity Spreads, LaR, Gap Analysen und Liquiditätsablaufbilanzierung in Anwendung gebracht werden.

 

Letztlich ist die individuelle Systemarchitektur des einzelnen Instituts mit ausschlaggebend für die Lösung der jeweiligen konkreten, umsetzungsbezogenen Herausforderungen.

 

 

5. Umsetzungsorientierte Aufgabenstellungen

Zahlungen, seien es Zentralbankbewegungen via RTGS Systeme (z.B. TARGET2, CHAPS, FEDWIRE), Bewegungen über ancillary systems wie z.B. Clearinghouses, Korrespondenzbanken, CCPs, CLS, Retailsysteme oder im DvP Verfahren von Börsen, Securities Settlement Systemen, laufen meist über SWIFT, jedoch teilweise auch über bidirektionale Verbindungen, EBICS etc.

 

Zahlungsverkehrsplattformen werden meist aus den Backofficesystemen der Marktteilnehmer angesteuert, während die Backofficesysteme wiederum von den Workflows und Transaktionsdaten der vorgelagerten Systeme „leben“. Dies bedeutet, daß die gesamte Strecke von Frontoffice- (Handel, Treasury, Kredit, Retail…) über Ledger- und Backofficesystem (inkl. Stamm- und Referenzdatensysteme) bis zum Einstieg in das Payment- bzw. SWIFT-Netzwerk überprüft und gegebenenfalls punktuell angepasst werden muss, um alle für das Intraday Liquidity Monitoring relevanten Daten komplett, ggf. inklusive erforderlicher zusätzlicher Enrichments und unter Einhaltung der zeitlichen Rahmenbedingungen nutzen, abgleichen, auswerten und reporten zu können.

 

Die Implementierung IT-gestützter Lösungen für das Reporting von Intraday Liquidity sowie Stressszenarien wird sich daher im Schwerpunkt um Payments Daten, Enrichments, Analysen, Workflows, Schnittstellen und Datenbanktasks drehen. Wichtig sehen wir dabei die Konzeption eines pragmatischen, aber auch tragfähigen Modells zur Implementierung der aktuellen Monitoring Anforderungen an, das auch der Erweiterbarkeit des Liquidity Monitoring Scope als auch der Verzahnung mit dem Risikomanagement und dem Aufsichtsrecht dienen kann, wie z.B. folgendes Modell:

 

 

 

Ein solches Modell kann sinnvollerweise an einem prozessualen Knotenpunkt wie z.B. der jeweiligen Geld- und Devisendispositionsfunktion in der Marktfolge aufgebaut werden. Dort können somit auch weiterführende Themen und Reports wie z.B. internes Transferpricing (Cost of Liquidity Usage), Nettingoptimierung sowie Intraday Collateral Liquidität umgesetzt werden.

 

targit kann nun alle Marktteilnehmer bei der Umsetzung des Liquiditätsmonitorings durch konkrete fachliche Expertisen aus Treasury, Liquiditätsmanagement und Backoffice unterstützen. Unsere IT Spezialisten haben Erfahrungen mit Produkten und Daten in Handel, Kredit und Retail, mit F2B Workflows, Interfacing, Reconciliation, Mapping und Customized Reporting, sowie mit allen gängigen Systemen und Formaten, wie z.B. K+, Sophis, Calypso, Opics, SwiftFIN, SwiftNET InterAct/FileAct, MTxxx, XML, FpML, Java, Corona, Intellimatch, Broadridge, Markit, Bloomberg.

 

 

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